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4 Wege im Selfpublishing



Vielleicht weißt du schon: ich bin mit meinem Buch einen sehr ungewöhnlichen Weg gegangen. Meiner Meinung nach den Weg, der unternehmerisch am meisten Sinn macht und definitiv das hochwertigste Buch hervorbringt - Selfpublishing in Verlagsqualität. Es gibt aber natürlich noch andere Möglichkeiten im Selfpublishing, die mit weniger Geld, Zeit und Risiko umsetzbar sind (dafür natürlich mit deutlichen Abstrichen an anderer Stelle). Auch wenn es auf diesem Account um Verlagsqualität gehen soll, möchte ich dir ein paar Alternativen vorstellen: Ich zeige dir 4 Wege zu deinem eigenen, selbst verlegten Buch. Mit all ihren Pluspunkten, aber auch Schattenseiten.


 


Der einfachste und günstigste Weg zum eigenen Buch ist die Umsetzung als reines eBook. Um professionelle Partner an deiner Seite kommst du auch hier nicht herum, wenn du qualitativ hochwertigen Inhalt und ein tolles Cover möchtest. Die Veröffentlichung selbst ist aber maximal einfach und kostet dich keinen Cent.


🙁 Die Kehrseite ist natürlich, dass du nie den Moment erleben wirst, dein Buch in der Hand zu halten und aufzuschlagen. Man kann es nicht einpacken und verschenken, man kann es nicht ins Regal drapieren. Und auch bei den Gewinnmöglichkeiten musst du Abstriche machen: da eBooks für sehr niedrige Preise verkauft werden und du davon wiederum nur einen Anteil bekommst, braucht es hohe Verkaufszahlen, um nennenswertes Geld zu verdienen.


Viele Selfpublisher entscheiden sich für diesen Weg und produzieren lieber mehrere eBooks pro Jahr, als die Investition für Druck und Logistik zu riskieren. Ich selbst lese kaum eBooks und liebe ein echtes Buch in meiner Hand. Besondere Cover mit haptischen Elementen, schönes Papier oder besondere Umschläge versetzen mich in Begeisterung und sind für mich ein großes Kaufargument. 😍 Deshalb war mir von Anfang an klar: Mein eBook wird nur ein Nebenprodukt, der Fokus liegt auf einer Ausgabe als Hardcover mit allem Pipapo. 😎🪄


 




Wer im Selfpublishing neben dem eBook auch die Möglichkeit haben möchte, ein echtes Buch anzufassen, entscheidet sich oft für den Weg „Print on demand". Das Buch wird dann erst gedruckt und gebunden, wenn der Kunde bestellt. Keine Lagerung, kein Risiko einer falschen Auflagenhöhe, fast kein Investment (bis auf eine niedrige Anmeldegebühr). Auch den Versand übernimmt der Anbieter. Wo ist also der Haken? 🤔


Die Anbieter werben damit, dass du dir deinen Gewinn „selber festlegen“ kannst - klar, das Buch kostet dann halt 40€, wenn du vernünftig verdienen möchtest, damit der Anbieter weiterhin den Löwenanteil einstreichen kann. Auch hier musst du deinen Verdienst also niedrig halten, damit dein Buch für Leser*innen nicht unattraktiv teuer wird.

Apropos teuer: deine Eigenexemplare, also Bücher für dich selbst zum Verschenken, für Marketing etc. kosten bei dieser Variante so viel, dass du es dir kaum leisten kannst, Rezensionsexemplare z.B. an die Presse abzugeben.

Außerdem gibt es Einschränkungen bei Formaten und Ausstattung, Bücher mit farbigen Abbildungen werden unbezahlbar und die Qualität ist leider oft mittelmäßig bis sogar schlecht.


Auch ich fand die „Sorgenfreiheit“ dieser Variante erst recht verlockend, habe aber sofort Abstand genommen, als ich die Qualität gesehen habe und wieviel meines Buchpreises die behalten würden. Lass dich nicht veräppeln, das kostet nicht „nur die Anmeldegebühr“! Sondern einen sehr hohen Anteil deiner Einkünfte an JEDEM Buch, den du auch selbst behalten könntest, wenn du einen anderen Weg gehst.


 




Weg Nummer 3 zum selbstverlegten Buch: du lässt eine Auflage drucken und gibst alles Weitere in die Hände eines Fullservice-Dienstleisters.


💡 Was heißt das genau?

Wie bei jeder Variante hast du Kosten für Lektorat etc., lässt dann aber zusätzlich eine Anzahl Exemplare deiner Wahl bei einer Druckerei produzieren. Das erfordert natürlich etwas Geld auf der hohen Kante, dafür kannst du selbst die Qualität und Ausstattung deines Buches bestimmen. Einlagerung, Versand und Vertrieb - also das Buch im Handel verfügbar zu machen - kannst du über einen Fullservice-Dienstleister regeln lassen. Diese Anbieter verlangen um die 60% des Buchpreises für ihren Service. (ca. 50% zahlst du übrigens auch, wenn du selbst an den Großhandel vertreibst (dazu mehr bei Weg 4).) Oben drauf kommen natürlich deine Produktionskosten, es bleibt also nicht so wahnsinnig viel übrig und damit sind wir bei den Nachteilen. Wer gern selbst die Kontrolle behält, wird hier auch eher nicht glücklich. Dafür ist es ein zeitsparender Weg, um eine eigene Auflage zu drucken und mit dem restlichen Kram nichts zu tun zu haben. 😉


 




Nachdem du bei allen anderen Varianten auf die Hilfe diverser Partner angewiesen bist und diesen auch eine ganze Menge des Gewinns abgeben musst, kommt Weg 4 mit einem Minimum an Hilfe aus, erfordert aber auch viel eigenen Einsatz. Ich spreche davon, eine eigene Auflage bei einer Druckerei produzieren zu lassen und alles Weitere selbst zu regeln: Versand, Verfügbarkeit im Buchhandel, Einlagerung. Diesen Weg bin ich gegangen. Und an den Reaktionen der Selfpublisher-Welt merke ich, dass er außergewöhnlich ist.

Ja, außergewöhnlich aufwändig, ganz und gar nicht ohne Risiko und voller neuer Themenbereiche. Aber eben auch außergewöhnlich selbstbestimmt und mit ungewöhnlich hohem Gewinn.

Mein Ziel war es, ein wunderschönes Buch zu erschaffen, bei dem mir keiner reinquatscht und das man gerne anschaut und anfasst. Das die Liebe und Leidenschaft ausstrahlt, die ich für mein Thema empfinde. Aber mein Ziel war auch, soviel wie möglich für die investierte Zeit (und die Nerven…) zurückzubekommen. Warum sollte jemand anders 60% oder mehr an meiner Idee verdienen, ich aber nur einen kleinen Bruchteil?


Du merkst: ich bin ein großer Fan von Weg Nummer 4. Die gute Nachricht für dich: ich hab den ganzen Kram schon recherchiert, getestet und für dich zum Nachmachen aufbereitet. Solltest du also heute denken: „Geil, das andere passte mir alles nicht, genau SO stelle ich mir das vor!“ ➡️ dann schau dir unbedingt meinen Kurs „PrachtExemplar“ an! Und falls du dir nicht vorstellen kannst, wie dir das weiterhelfen kann, ganz konkret: statt einer laaaangen Bestellung bei Subway kannst du einfach sagen „Einmal das was sie hatte, bitte!“. 😃 Genial, oder?


Fahrplan, Textvorlagen, jedes Thema in knackigen Videolektionen erklärt. Ohne Zeitdruck, ohne feste Termine, ganz in deinem Tempo. Denn ich weiß genau: so ein Buch schreibt sich nicht in ein paar Wochen und auch nicht nach Plan.


Schau gleich bei meinem Kurs "PrachtExemplar" vorbei, auch meine kleineren Kurse lassen sich stufenweise ohne Mehrkosten upgraden. Damit es schneller geht, als bei Subway. 😜🥖



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